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Pickel, Busen, Bart und Zoff (25.6.2004) Unter diesem Titel veranstaltete die Kinder- und Jugendlobby am 29. April eine Vortrag mit Udo Brosette von der Darmstädter pro familia. weiter...

Pubertät — Zeit der Veränderungen

«Pubertät beginnt auch heute nicht früher als früher», erklärte Sozialpädagoge Udo Brossette im Glöckelchen. Die Groß-Zimmerner Kinder- und Jugendlobby hatte den Familientherapeuten und Fachmann in Fragen zur Sexualität zu einem Informationsabend eingeladen. Rund 25 Interessierte, zumeist Eltern pubertierender Sprößlinge nahmen an dem informativen und unterhaltsamen Abend teil.

Zum Einstieg hieß es: «Wie war das denn bei mir?» Über eigene Erfahrungen und aktuelle mit dem Nachwuchs durfte geplaudert werden. Fazit: Es sind immer in etwa die gleichen wiederkehrenden Themen und Fragen. Wichtig sei allerdings, so Brossette, ob Jugendliche mit den Eltern sprechen, oder lediglich agieren.

Angeregte Diskussion

Für die gewiss größte Phase der Veränderung im Leben eines Menschen gebe es wegen der individuell unterschiedlichen Verläufe zwar kein allgemeingültiges Schema und viele Theorien passen nicht, aber Gemeinsamkeiten einiger Phasen wurden dennoch benannt.

Kindheit Adé hieß die erste, von der wesentlich Elf- bis Vierzehnjährige betroffen sind. Einfühlsam beschrieb der Fachmann die Wechselbäder von Gefühlen, die absolute Ich-Bezogenheit und die zuweilen qualvolle Einsamkeit der Kinder. «Es ist ein Abschied und deshalb auch intensive Trauerarbeit», warb er um Verständnis für oft unverständliche Verhaltensweisen. Körperliche Merkmale dieser Phase sind unter anderem Stimmbruch, Wachstumsschübe besonders von Muskulatur und Knochen, sexuelle Formungen und Körpergeruchsenwicklung. Psychische Probleme auch gekoppelt mit Eßstörungen sind häufig. Ein Zustand, der sich als Dampfmaschine im Innern beschreiben ließe.

Wegen Renovierung geschlossen könnte die Zeit zwischen 14 und 17 Jahren benannt werden. Während dieser konträren Übergangsphase müssten Eltern den Balanceakt des Sichraushaltens suchen. Ängste, Unsicherheit oder auch Leistungsverweigerung sind in dieser Phase keine Seltenheit. Experimente mit Alkohol oder Drogen gehören in diese Zeit ebenso wie der Kontakt zum anderen Geschlecht mit nunmehr anderen Motiven.

Ab dem 17.-18. Lebensjahr beginne die romatische Phase der Neueröffnung. Die jungen Menschen fänden sich nun in neuen Beziehungen zurück in der Welt, wenn auch nicht immer in Übereinstimmung mit der pragmatisch-realistischen Eltern-Sichtweise.

Da fanden sich die Teilnehmer nach zwei Stunden intensiver Pubertätsdebatte wieder. Für die Teilnehmer ein aufschlussreicher und für viele gewiss auch hilfreiche Veranstaltung.

Text und Bild: G. Fritsch
Letzte Änderung 15.06.2008